Gesprudelter Früchtetee ist für mich inzwischen eine richtig gute Alternative zu Wasser, Light-Limonade und gekauften Aromen für den Wassersprudler. Ich koche gleich zwei Liter Tee vor, stelle ihn kalt und sprudele ihn später flaschenweise im Drinkmate OmniFizz. Rund zehn verschiedene Früchtetee- und Kräuterteesorten habe ich inzwischen ausprobiert – und bisher haben sie mir alle gut bis sehr gut geschmeckt.
Während der Hitzewellen habe ich sehr viel getrunken. Nur Wasser wurde mir irgendwann zu langweilig, deshalb bin ich zeitweise auf zuckerfreie Limonade ausgewichen. Wirklich glücklich war ich damit aber nicht. Zwar enthält sie keinen Zucker, dafür meistens Süßstoffe – und die möchte ich eigentlich ebenfalls nicht ständig trinken.
Mein Wassersprudler war dabei keineswegs neu für mich. Ich benutze einen Drinkmate OmniFizz, mit dem sich nicht nur Wasser, sondern auch andere Getränke mit Kohlensäure versetzen lassen. Geschmack hatte ich vorher ebenfalls schon im Wasser, unter anderem von SodaTASTE. Das schmeckte mir, wurde mir auf Dauer aber einfach zu teuer.
Wie der Wassersprudler funktioniert und was sich damit außer Wasser noch alles sprudeln lässt, habe ich bereits ausführlich in meinem Artikel „Spritzige Vielfalt mit der Drinkmate OmniFizz“ auf bastelfrau.de beschrieben. Aber ich wundere mich ein bisschen, dass mir gesprudelter Früchtetee nicht eher in den Sinn gekommen ist.
Also habe ich nach einer unkomplizierten Alternative gesucht. Und irgendwann lag die Lösung eigentlich ziemlich nahe: Tee.
Tee auf Vorrat kochen und kalt stellen
Tee habe ich schon immer in größeren Mengen gekocht. Früher habe ich dafür eine kleine alte Kaffeekanne aus Glas benutzt. Bei meinem erhöhten Getränkebedarf während der heißen Tage war die allerdings ziemlich schnell leer.
Deshalb habe ich mir eine große Glaskaraffe gekauft, die sowohl für heiße als auch für kalte Flüssigkeiten geeignet ist. Darin bereite ich jetzt ca. 1,7 Liter Tee auf einmal zu.
Nach dem Aufbrühen lasse ich den Tee abkühlen. Anschließend kommt die Karaffe in den Kühlschrank. So habe ich immer einen Vorrat an richtig kaltem Tee fertig.
Gesprudelt werden die zwei Liter allerdings nicht auf einmal. Ich fülle den kalten Tee flaschenweise aus der Karaffe in die Flaschen meines Drinkmate OmniFizz und gebe erst dann Kohlensäure dazu.
Der restliche Tee bleibt ungesprudelt im Kühlschrank, bis die nächste Flasche gebraucht wird.
Gesprudelter Früchtetee – Süßen ist meistens gar nicht nötig
Die meisten Früchtetees schmecken mir auch ohne Zucker oder Süßungsmittel süß genug. Gerade gut gekühlt und mit Kohlensäure vermisse ich zusätzliche Süße meistens überhaupt nicht.
Falls mir eine Teesorte doch einmal nicht süß genug ist, verwende ich etwas Erythrit – die Menge ganz nach Geschmack. Das Erythrit gebe ich nicht direkt in den kalten Tee, sondern löse es zunächst in etwas heißem Wasser auf. Die Lösung gieße ich später zum abgekühlten Tee in die Karaffe und mische alles gut durch. So verteilt sich das Erythrit gleichmäßig und ich kann die Süße selbst bestimmen.
Gesprudelter Früchtetee mit Kohlensäure schmeckt erstaunlich gut
Überrascht hat mich vor allem, wie gut Tee mit Kohlensäure schmecken kann.
Gerade Früchtetee bekommt dadurch einen ganz anderen Charakter. Aus einem normalen kalten Tee wird ein spritziges Erfrischungsgetränk, das für mich durchaus mit einer Limonade mithalten kann.
Dabei brauche ich weder Zucker noch Süßstoff.
Einer meiner bisherigen Versuche war zum Beispiel Spanische Orange von dm. Kalt und gesprudelt schmeckt der Tee schön fruchtig und erfrischend. Gerade bei solchen fruchtigen und leicht säuerlichen Sorten gefällt mir die Kombination mit Kohlensäure besonders gut.
Auch Kräutertee lässt sich sprudeln
Inzwischen habe ich ungefähr zehn verschiedene Sorten ausprobiert. Dabei waren nicht nur Früchtetees, sondern auch Kräutertees. Heute trinke ich zum Beispiel Lavendel-Zitronenverbene-Tee.
Bisher hat mir tatsächlich jede Sorte gut bis sehr gut geschmeckt.
Natürlich verändert die Kohlensäure den Geschmack. Manche Sorten gewinnen dadurch besonders viel, andere schmecken einfach anders als in ihrer stillen Variante. Eine Sorte, bei der ich nach dem ersten Schluck beschlossen hätte, sie nie wieder zu sprudeln, war bislang aber nicht dabei.
Das macht die Sache für mich besonders interessant. Die Auswahl an Früchtetees und Kräutertees ist riesig und ich kann praktisch mit jeder neuen Karaffe etwas anderes ausprobieren.
Welche Tees eignen sich zum Sprudeln?
Besonders interessant finde ich bisher kräftige Fruchtaromen und leicht säuerliche Mischungen. Aber auch bei Kräutertees lohnt sich das Experimentieren.
Zum Ausprobieren bieten sich zum Beispiel an:
- Orange und andere Zitrusmischungen
- Beerenfrüchtetee
- Hibiskus und Hagebutte
- Apfelmischungen
- exotische Früchtetees
- Minztee
- Kräutermischungen
- Mischungen aus Früchten und Kräutern
Ich würde mich dabei gar nicht zu sehr danach richten, was angeblich besonders gut zum Sprudeln geeignet ist. Wenn mir ein Tee grundsätzlich schmeckt, probiere ich einfach aus, wie er sich mit Kohlensäure macht.
Wie kräftig sollte der Tee sein?
Der Tee darf für meinen Geschmack ruhig etwas kräftiger aufgebrüht sein.
Sehr kalte Getränke wirken geschmacklich häufig weniger intensiv als warme. Auch die Kohlensäure verändert den Geschmack noch einmal. Bei einer eher milden Teemischung kann es deshalb sinnvoll sein, sie etwas kräftiger zuzubereiten.
Ich probiere das je nach Sorte aus. Manche Tees schmecken mir mit der normalen Dosierung ausgezeichnet, bei anderen darf es etwas mehr sein und manchmal auch etwas weniger.
Bei Kräutertees halte ich mich beim ersten Versuch an die Angaben auf der Verpackung und verändere die Menge erst beim nächsten Ansatz, wenn mir der gesprudelte Tee zu mild oder zu stark war.
Der Tee sollte richtig kalt sein
Bevor ich den Tee sprudele, lasse ich ihn im Kühlschrank richtig kalt werden.
Das ist nicht nur bei sommerlichen Temperaturen angenehm. Kalte Flüssigkeiten nehmen Kohlendioxid besser auf als warme. Der Tee lässt sich deshalb gut gekühlt besser karbonisieren.
Für mich ist das ein weiterer Vorteil der großen Karaffe: Ich muss nicht jedes Mal erst Tee kochen und darauf warten, dass er kalt wird. Die zwei Liter stehen fertig im Kühlschrank und ich kann einfach die nächste Flasche abfüllen. Mittlerweile habe ich sogar noch eine zweite Karaffe angeschafft. So muss ich nicht warten, bis die erste Karaffe leer ist.
Nicht jeder Wassersprudler darf Tee sprudeln
An dieser Stelle ist allerdings ein wichtiger Hinweis nötig: Nicht mit jedem Wassersprudler darf man Tee oder andere Getränke sprudeln.
Bei vielen Geräten darf ausschließlich Wasser karbonisiert werden. Mein Drinkmate OmniFizz ist dagegen dafür ausgelegt, auch andere kalte Getränke mit Kohlensäure zu versetzen.
Wer einen anderen Wassersprudler besitzt, sollte deshalb unbedingt vorher in der Bedienungsanleitung nachsehen und sich an die Angaben des Herstellers halten.
Auch beim Drinkmate gehe ich bei Tee etwas vorsichtiger vor als bei Wasser. Je nach Teesorte kann das Getränk stärker schäumen. Deshalb lasse ich den Druck kontrolliert entweichen.
Eiswürfel, Früchte und Minze – kann man machen, muss man aber nicht
Natürlich lässt sich aus dem gesprudelten Früchtetee auch ein hübsches Sommergetränk machen. Eiswürfel, eine Scheibe Orange oder Zitrone und ein paar Blätter frische Minze passen gut dazu.
Im normalen Alltag mache ich das allerdings meistens nicht.
Mein Tee kommt bereits richtig kalt aus dem Kühlschrank und wird frisch gesprudelt. Das reicht mir vollkommen. Gerade weil die Zubereitung so unkompliziert ist, eignet sie sich für mich als alltägliche Alternative zu anderen Kaltgetränken.
Und die Teebeutel?
Die landen bei mir übrigens nicht zwangsläufig im Müll. Viele gebrauchte Teebeutel kann man trocknen, öffnen und das verfärbte Teebeutelpapier anschließend zum Basteln verwenden. Mehr dazu erfährst du in unserer Rubrik Basteln mit Teebeuteln auf bastelfrau.de
Besonders Früchtetees können interessante rötliche, orangefarbene oder bräunliche Färbungen hinterlassen. Das Papier eignet sich anschließend zum Beispiel für Collagen, Journaling und Mixed-Media-Arbeiten.
So habe ich von manchem Früchtetee gleich zweimal etwas: zuerst ein Getränk und anschließend noch Bastelmaterial.
Gesprudelter Früchtetee – Eine tolle Alternative zu Light-Limonade und gekauften Aromen
Genau das war letztlich das, wonach ich gesucht hatte.
Wasser trinke ich nach wie vor. Wenn ich aber über den Tag sehr viel trinke, ist mir ein bisschen Abwechslung ganz recht. Light-Limonade möchte ich wegen der Süßstoffe nicht ständig trinken und die gekauften Aromen für meinen Wassersprudler sind mir auf Dauer zu teuer geworden.
Früchtetee und Kräutertee sind dagegen eine einfache Möglichkeit, immer wieder andere Geschmacksrichtungen auszuprobieren.
Durch die Kohlensäure wird daraus ein Getränk, das sich für mich deutlich stärker nach Erfrischungsgetränk anfühlt als einfach nur nach kaltem Tee.
Und wenn die Karaffe leer ist, kommt eben die nächste Sorte hinein.
Eine weitere Alternative ist übrigens unser Wassermelonden-Slushie, dass auch total lecker und erfrischend ist.
Fazit
Gesprudelter Früchtetee hat sich für mich als einfache Alternative zu Wasser, Light-Limonade und gekauften Aromen für den Wassersprudler herausgestellt.
Ich koche ungefähr zwei Liter Tee vor, lasse ihn abkühlen und stelle die Karaffe in den Kühlschrank. Von dort kommt der Tee flaschenweise in meinen Drinkmate OmniFizz und wird frisch mit Kohlensäure versetzt.
Nach ungefähr zehn ausprobierten Früchtetee- und Kräuterteesorten kann ich sagen: Das Experimentieren lohnt sich. Bisher haben mir alle Sorten gut bis sehr gut geschmeckt – und bei der riesigen Teeauswahl habe ich noch reichlich zu testen. Ich denke, bis ich alleine die ganzen Früchteteesorten durchprobiert habe, ist der Sommer erst mal vorbei.
Für mich ist das inzwischen eine unkomplizierte Möglichkeit, ein kaltes, spritziges Getränk mit Geschmack zu bekommen, ohne dafür Zucker, Süßstoffe oder zusätzliche Aromakonzentrate zu benötigen.

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