Eine große Wassermelone ist herrlich, aber manchmal einfach zu viel auf einmal. Statt die Reste im Kühlschrank weich werden zu lassen, kannst du daraus einen eiskalten Wassermelonen Slushie mit dem Freeze Wand machen.
Wenn die Wassermelone einfach zu groß ist
Wassermelonen haben die Angewohnheit, im Laden genau richtig auszusehen und zu Hause plötzlich den halben Kühlschrank zu blockieren. Ein paar Stücke isst man frisch, vielleicht noch eine Schüssel am nächsten Tag, und dann liegt da immer noch ein ordentliches Stück Melone herum.
Zum Wegwerfen ist sie natürlich viel zu schade. Für Marmelade ist Wassermelone vielen zu wässrig, für Kuchen nicht unbedingt die erste Wahl. Aber für einen Slushie ist sie fast perfekt. Sie bringt viel Flüssigkeit mit, schmeckt frisch und lässt sich gut pürieren. Mit etwas Limette, einer kleinen Prise Salz und auf Wunsch Minze wird daraus ein sehr einfacher Sommerdrink aus dem Gefrierfach.
Der Freeze Wand macht daraus keinen schweren Nachtisch, sondern eher einen halb gefrorenen Melonen-Eisdrink. Genau das passt gut zu Wassermelone. Sie enthält sehr viel Wasser und wird deshalb nicht so cremig wie Mango, Banane oder Sahneeis. Dafür wird sie herrlich frisch.
Slushie oder Sorbet?
Aus Wassermelone kann man beides machen: Slushie oder Sorbet. Realistisch betrachtet wird das Ergebnis aber eher slushig als cremig. Das liegt nicht am Gerät, sondern an der Melone selbst. Wassermelone besteht zu einem großen Teil aus Wasser. Beim Einfrieren bilden sich deshalb schnell Eiskristalle.
Für ein klassisches, sehr feines Sorbet müsste man stärker mit Zucker, Sirup oder Bindung arbeiten. Für den Alltag finde ich das bei Wassermelone gar nicht nötig. Der Reiz liegt ja gerade darin, aus einer übrig gebliebenen Melone schnell etwas Kaltes und Erfrischendes zu machen.
Wenn du also ein sehr cremiges Dessert erwartest, ist Wassermelone nicht die dankbarste Frucht. Wenn du aber einen eiskalten Sommerdrink möchtest, ist sie genau richtig.
Was du für den Wassermelonen Slushie brauchst
Die genaue Menge hängt davon ab, wie viel Melone du übrig hast und wie groß dein Behälter ist. Wichtig ist nur, dass du ihn nicht randvoll machst, weil sich Flüssigkeit beim Einfrieren ausdehnt.
Für eine einfache Mischung eignen sich:
- Wassermelone ohne Schale
- Limetten- oder Zitronensaft
- eine kleine Prise Salz
- optional etwas Süße
- optional frische Minze
Die Süße brauchst du nicht immer. Wenn die Wassermelone richtig aromatisch ist, reicht oft schon etwas Limette. Wenn sie eher blass schmeckt, helfen ein wenig Zucker, Honig, Isomaltulose oder ein anderes Süßungsmittel nach Geschmack.
Die kleine Prise Salz ist kein Muss, aber sie lohnt sich. Der Slushie soll dadurch nicht salzig werden. Das Salz hebt nur den Geschmack ein bisschen an. Gerade bei Wassermelone merkt man den Unterschied oft deutlich.
So bereitest du die Melone vor
Schneide die Wassermelone in Stücke und entferne die Schale. Dunkle Kerne kannst du herausnehmen, vor allem wenn du sie später nicht im Slushie haben möchtest. Kleine helle Kerne stören meistens weniger.
Dann wird die Melone püriert. Das geht mit einem Mixer oder mit dem Pürierstab. Danach gibst du Limetten- oder Zitronensaft dazu und schmeckst die Masse ab. Sie darf vor dem Einfrieren ruhig etwas intensiver schmecken, als du den fertigen Slushie haben möchtest. Kälte nimmt Aroma weg.
Wenn du Minze verwenden möchtest, kannst du sie direkt mitpürieren. Dann verteilt sich der Geschmack gleichmäßig. Ich würde aber eher sparsam anfangen, denn Minze kann schnell dominieren. Du kannst sie auch erst später beim Servieren dazugeben.
Die fertige Melonenmasse füllst du in den Behälter für den Freeze Wand und frierst sie komplett durch. Danach wird sie wie gewohnt mit dem Gerät verarbeitet.
Wenn der Slushie zu hart oder zu wässrig wird
Wassermelone kann nach dem Einfrieren ziemlich fest werden. Wenn die Masse nach dem ersten Verarbeiten noch zu hart ist, hilft es oft, sie kurz stehen zu lassen und dann noch einmal zu bearbeiten. Manchmal reicht schon ein kleiner Schuss Wasser, Melonensaft oder Zitronenwasser, damit die Konsistenz weicher wird.
Wenn der Slushie dagegen zu wässrig schmeckt, fehlt meistens etwas Säure oder Süße. Ein Spritzer Limettensaft bringt sofort mehr Frische. Eine kleine Prise Salz kann den Geschmack runder machen. Wenn die Melone selbst wenig Aroma hatte, darf auch etwas Süße dazu.
Du kannst die Wassermelone außerdem mit anderen Früchten mischen. Erdbeeren, Himbeeren oder Mango passen sehr gut dazu und machen den Slushie fruchtiger. Dann ist es zwar kein reiner Wassermelonen Slushie mehr, aber oft schmeckt das Ergebnis kräftiger.
Variante mit Limette und Minze
Die einfachste Sommer-Variante ist Wassermelone mit Limette und Minze. Das schmeckt frisch, leicht und nicht zu schwer. Besonders gut passt diese Mischung, wenn die Melone sehr süß ist und etwas Gegengewicht braucht.
Die Minze kannst du mitpürieren oder später frisch darübergeben. Mitpüriert wird der Geschmack stärker. Frisch dazugegeben bleibt sie dezenter.
Variante als Elektrolyt-Slushie
An sehr heißen Tagen kannst du aus der Melone auch einen Elektrolyt-Slushie machen. Dafür gibst du etwas Elektrolytpulver zur pürierten Wassermelone. Wichtig ist, vorsichtig zu dosieren, weil manche Pulver sehr intensiv schmecken. Wie du dein Elektrolytpulver selber machen kannst, erfährst du in unserem Artikel Isotonisches Getränkepulver selber machen – mit Isomaltulose statt Haushaltszucker auf bastelfrau.de
Wassermelone und Limette passen gut zu vielen fruchtigen Elektrolyt-Mischungen. Der Slushie wird dadurch eher ein eiskalter Sommerdrink als ein Dessert. Das kann nach Gartenarbeit, Sport oder einem sehr warmen Tag richtig angenehm sein.
Low Carb ist diese Variante allerdings nicht automatisch. Wassermelone enthält von Natur aus Fruchtzucker. Auch wenn du keinen zusätzlichen Zucker verwendest, bleibt es ein fruchtiger Melonendrink.
Variante mit Gurke
Wenn du es weniger süß magst, kannst du einen Teil der Wassermelone durch Gurke ersetzen. Das klingt erst einmal ungewöhnlich, schmeckt aber sehr frisch. Besonders mit Limette und etwas Minze wird daraus ein leichter Sommer-Slushie.
Diese Variante passt gut, wenn die Melone sehr süß ist oder du eher etwas Durstlöschendes möchtest. Die Gurke macht den Slushie etwas herber und weniger dessertartig.
Kann man Wassermelone einfach einfrieren?
Ja, Wassermelone lässt sich einfrieren. In Stücken eingefroren wird sie allerdings sehr hart und nach dem Auftauen weich. Zum puren Essen ist aufgetaute Wassermelone deshalb nicht ideal.
Für Slushies, Eisdrinks und Smoothies ist das aber kein Problem. Noch praktischer ist es, die Melone gleich zu pürieren und als fertige Masse einzufrieren. Dann ist sie vorbereitet und kann später direkt verarbeitet werden.
Wenn du sehr viel Melone übrig hast, kannst du auch mehrere Portionen vorbereiten. Dann lohnt es sich, die Behälter zu beschriften. Nach ein paar Wochen weiß man sonst gerne mal nicht mehr, ob da Melone, Erdbeere oder irgendein Küchenexperiment im Gefrierfach steht.
Kurz-FAQ
Kann ich Wassermelonen Slushie auch ohne Freeze Wand machen?
Ja. Du kannst die pürierte Melone in Eiswürfelformen einfrieren und später in einem starken Mixer zerkleinern.
Muss ich Zucker dazugeben?
Nein. Wenn die Melone süß genug ist, brauchst du keine zusätzliche Süße. Bei wenig aromatischer Melone kann etwas Süße aber helfen.
Warum schmeckt gefrorene Wassermelone manchmal weniger intensiv?
Kälte nimmt Geschmack weg. Deshalb sollte die Melonenmasse vor dem Einfrieren etwas kräftiger abgeschmeckt werden.
Fazit
Wassermelonen Slushie ist eine einfache Möglichkeit, übrig gebliebene Wassermelone zu verwerten. Statt die angeschnittene Melone tagelang im Kühlschrank liegen zu lassen, wird sie püriert, abgeschmeckt und eingefroren.
Mit Limette, einer kleinen Prise Salz und etwas Minze entsteht daraus ein eiskalter Sommerdrink, der besonders an heißen Tagen gut passt. Der Freeze Wand macht die gefrorene Melonenmasse schnell wieder löffel- oder trinkbar. Cremiges Eis sollte man nicht erwarten, aber als frischer Slushie funktioniert Wassermelone richtig gut.

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