Kartoffelbrei und Stampfkartoffeln gehören zu den einfachen Kartoffelgerichten, die trotzdem jedes Mal ein bisschen anders schmecken können. Mal wird es fein und cremig, mal bleibt es stückiger, mal kommen Butter, Sahne, Speck, Zwiebeln oder Gemüse dazu. Hier erfährst du alles Wichtige über die Unterschiede, die Zubereitung und ein paar Möglichkeiten, gekochte Kartoffeln weiterzuverwenden.
Die einen essen lieber feinen Kartoffelbrei, andere mögen Stampfkartoffeln mit kleinen Stückchen, und wieder andere mischen Kartoffeln mit Gemüse, Sellerie oder Süßkartoffeln. Auf den ersten Blick wirken Kartoffelbrei und Kartoffelstampf fast gleich. Bei der Zubereitung gibt es aber ein paar Unterschiede, die man später auch auf dem Teller merkt.
Gemeinsamkeiten
Für beide Zubereitungsarten werden die Kartoffeln zuerst gekocht. Du kannst dafür Salzkartoffeln oder Pellkartoffeln verwenden. Verarbeitet werden die Kartoffeln am besten heiß, denn dann lassen sie sich leichter zerdrücken, stampfen oder durch die Kartoffelpresse drücken.
Gewürzt wird meistens mit Salz und Pfeffer. Wer mag, kann Muskat dazugeben oder ein fertiges Kartoffelbrei-Gewürz verwenden.
Der Unterschied zwischen Stampfkartoffeln und Kartoffelbrei
Für Kartoffelstampf werden die heißen Kartoffeln mit einem Kartoffelstampfer zerkleinert. Dabei bleiben meist kleine Stückchen erhalten. Stampfkartoffeln sind deshalb nicht ganz glatt, sondern etwas gröber und kräftiger in der Struktur.
Verfeinert werden Stampfkartoffeln oft mit Butter, Sahne oder Milch. Sehr gut passen auch gebratene Zwiebeln, Speckwürfel, Kräuter oder etwas gerösteter Knoblauch dazu.
Für Kartoffelbrei werden die gekochten Kartoffeln meist durch eine Kartoffelpresse gedrückt oder sehr fein zerdrückt. Danach werden Milch, Sahne und Butter untergerührt. Dadurch wird der Kartoffelbrei feiner, glatter und sämiger als Kartoffelstampf.
Wichtig ist: Kartoffelbrei sollte nicht mit dem Pürierstab oder Mixer bearbeitet werden. Durch das starke Mixen kann die Kartoffelmasse klebrig und zäh werden. Das hatten wir selbst schon einmal auf dem Tisch, und es war wirklich nicht empfehlenswert. Hintergrundinfos dazu findest du auf der Webseite „Die Kartoffel“. Dort gibt es auch viele Rezepte und weitere Tipps rund um Kartoffeln.
Welche Kartoffeln eignen sich?
Bei der Frage, ob mehligkochende oder festkochende Kartoffeln besser sind, gehen die Meinungen auseinander. Mehligkochende Kartoffeln lassen sich besonders leicht zerdrücken und ergeben meist einen lockeren Kartoffelbrei. Festkochende Kartoffeln bleiben etwas fester und passen gut, wenn der Kartoffelstampf noch Struktur haben soll.
Wir nehmen meistens die Kartoffeln, die gerade da sind. Bis auf den Versuch mit dem Pürierstab hat das bisher gut funktioniert.
Kartoffelstampf mit Gemüse mischen
Kartoffeln lassen sich sehr gut mit anderen Zutaten zu einem gemischten Stampf verarbeiten. Das ist besonders praktisch, wenn noch gekochtes Gemüse übrig ist oder wenn der Kartoffelanteil etwas kleiner werden soll.
Ausprobiert haben wir zum Beispiel Kartoffeln mit Süßkartoffeln, Kartoffeln mit Sellerie und Kartoffeln mit gemischtem Gemüse. Bei uns wurde irgendwann der Sellerieanteil immer größer, bis am Ende fast ein Selleriestampf daraus wurde. Das war aber kein Problem, denn Selleriestampf schmeckt sehr gut und enthält weniger Kohlenhydrate als reiner Kartoffelstampf.
Auch Möhren, Pastinaken, Blumenkohl oder Kürbis passen gut zu Kartoffeln. Möhren machen den Stampf etwas süßer, Sellerie bringt mehr Würze hinein, Blumenkohl macht ihn milder.
Schupfnudeln und Gnocchi aus gekochten Kartoffeln
Wenn du gekochte Kartoffeln durch die Kartoffelpresse gibst, kannst du daraus auch einen Teig für Schupfnudeln oder Gnocchi herstellen. Dafür werden die gepressten Kartoffeln mit etwas Mehl oder Kartoffelstärke und Eigelb vermischt.
Das Mehl oder die Stärke solltest du nach und nach zugeben. Der Teig muss sich gut formen lassen, darf aber nicht zu fest werden. Danach werden Schupfnudeln oder Gnocchi kurz in siedendem Salzwasser gegart, bis sie oben schwimmen. Schupfnudeln kannst du anschließend in der Pfanne braten, Gnocchi passen gut zu Butter, Kräutern, Tomatensoße oder Gemüse.
Tipps und Tricks
Kartoffelbrei und Kartoffelstampf gelingen am besten, wenn die Kartoffeln heiß verarbeitet werden. Milch oder Sahne kann man vorher leicht erwärmen, damit die Kartoffelmasse nicht sofort abkühlt.
Wenn der Kartoffelbrei zu fest ist, kannst du vorsichtig etwas warme Milch oder Sahne unterrühren. Reste lassen sich zu kleinen Talern formen und in der Pfanne braten. Mit Ei, etwas Mehl oder Semmelbröseln wird die Masse fester.
Fazit
Kartoffelbrei und Stampfkartoffeln unterscheiden sich vor allem durch die Art, wie die Kartoffeln zerkleinert werden. Kartoffelbrei ist feiner und cremiger, Kartoffelstampf bleibt gröber und etwas stückiger. Beides lässt sich gut abwandeln, mit Gemüse mischen oder aus Resten weiterverarbeiten.
Am wichtigsten ist, die Kartoffeln nicht mit dem Mixer oder Pürierstab zu bearbeiten. Alles andere ist Geschmackssache. Wer es fein mag, nimmt die Kartoffelpresse. Wer es herzhafter und stückiger mag, greift zum Kartoffelstampfer.
Weitere Ideen findest du im Artikel „Kartoffelgerichte aus gekochten Kartoffeln“.

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