Diese Hibiskuslimonade ohne Zucker ist für alle gedacht, die Bissap lieben, aber nicht jedes Mal starken Hibiskustee kochen und anschließend mit viel Zucker ausgleichen möchten. Das Pulver wird fertig gemischt, trocken aufbewahrt und bei Bedarf einfach mit kaltem Wasser geschüttelt. So entsteht ein fruchtiges, rotes Getränk nach Bissap-Art, das ohne klassischen Zucker auskommt und trotzdem nicht nur sauer schmecken soll.
Vorbereitungszeit: ca. 10 Minuten
Kochzeit: keine
Kühlzeit: 15–30 Minuten
Ergibt: ca. 100 g Pulver, je nach Dosierung etwa 10–12 Portionen
Warum Hibiskuslimonade ohne Zucker gar nicht so einfach ist
Ich habe Bissap als sehr süßes Getränk kennen und lieben gelernt – wenn es ordentlich süß ist, schmeckt es nicht mehr nach Hibiskustee, sondern fast wie Fruchtsaft. Das kommt vom vielen Zucker. Bis ich eine Alternative gefunden hatte, die wirklich funktioniert, hat es eine Weile gedauert: Stevia hat bei höherer Dosierung seifig geschmeckt, und mit Erythrit allein war ich auch nicht glücklich..
Das Problem bei Hibiskus ist die Säure. Die ist so präsent, dass man schnell in Versuchung kommt, sie mit viel Süße zu überdecken. Oder man baut das Rezept anders auf. Das habe ich ausprobiert und das ist dabei herausgekommen: Akazienfaser und etwas Inulin geben dem Getränk Körper, eine Prise Salz rundet ab, und Natriumcitrat nimmt der Hibiskussäure etwas die harte Spitze.
Das Ergebnis ist kein klarer Sirup und auch kein klassischer Tee – eher ein Bissap-Instantgetränk zum Schütteln. Die Flasche vor dem Trinken immer noch einmal kräftig schütteln, weil sich das feine Hibiskuspulver gerne absetzt.
Variante 1: Bissap-Instantpulver mit Natriumcitrat
Diese Version von Hibiskuslimonade ohne Zucker ist mein Favorit, wenn die Hibiskuslimonade ohne Zucker möglichst fruchtig und weniger scharf-sauer schmecken soll. Natriumcitrat wird als Säureregulator verwendet und ist im Lebensmittelbereich auch unter E331 bekannt. Es macht den Hibiskus nicht süß, nimmt der Säure aber etwas die harte Spitze. Dadurch braucht man oft weniger Süße.
Zutaten für ca. 100 g Pulver:
- 30 g Hibiskusblütenpulver, sehr fein gemahlen, Lebensmittelqualität
- 35 g Süßungsmix nach Geschmack, zum Beispiel Erythrit mit wenig Mönchsfrucht
- 25 g Akazienfaser
- 8 g Inulin
- 1 g Salz
- 0,5 g Natriumcitrat
- optional 0,5–1 g fein gemahlene Orangenschale oder Orangenpulver
Orangenblütenwasser gehört nicht direkt ins Pulver. Es wird besser frisch ins fertige Getränk gegeben, weil das Aroma dann feiner bleibt.
Für das Pulver alle trockenen Zutaten sehr gründlich miteinander vermischen. Wenn das Hibiskuspulver, Erythrit oder die Orangenschale etwas gröber sind, die Mischung durch ein feines Sieb geben oder kurz in einem kleinen Mixer feiner vermengen. Das Pulver anschließend in ein trockenes Schraubglas füllen und gut verschließen.
Für eine 800-ml-Flasche werden zuerst 3 gestrichene Teelöffel Pulver in die Flasche gegeben. Dann etwa 150 ml kaltes Wasser zufügen, die Flasche schließen und kräftig schütteln. Erst danach mit kaltem Wasser auf 800 ml auffüllen und noch einmal gut schütteln. Die Hibiskuslimonade 15–30 Minuten in den Kühlschrank stellen und vor dem Trinken erneut schütteln. Nach Geschmack kommen wenige Tropfen bis etwa ein halber Teelöffel Orangenblütenwasser dazu.
Wenn das Getränk noch zu sauer ist, beim nächsten Mischansatz nicht sofort mehr Süße nehmen. Besser ist es, Natriumcitrat vorsichtig auf 0,8 g pro 100 g Pulver zu erhöhen. Mehr würde ich erst testen, wenn diese Menge immer noch nicht reicht, denn zu viel Natriumcitrat kann leicht mineralisch oder leicht salzig wirken.
Variante 2: Bissap-Instantpulver ohne Natriumcitrat
Auch ohne Natriumcitrat funktioniert das Pulver. Die Hibiskuslimonade ohne Zucker bleibt dann allerdings säuerlicher. Deshalb enthält diese Mischung etwas weniger Hibiskuspulver und etwas mehr Akazienfaser. Dadurch wirkt das Getränk milder, ohne dass man die Süße zu stark erhöhen muss.
Zutaten für ca. 100 g Pulver:
- 28 g Hibiskusblütenpulver, sehr fein gemahlen, Lebensmittelqualität
- 38 g Süßungsmix nach Geschmack, zum Beispiel Erythrit mit wenig Mönchsfrucht
- 28 g Akazienfaser
- 5 g Inulin
- 1 g Salz
- optional 0,5–1 g fein gemahlene Orangenschale oder Orangenpulver
Auch hier werden alle trockenen Zutaten gründlich vermischt, bei Bedarf gesiebt oder kurz fein gemixt und anschließend luftdicht aufbewahrt. Das Orangenblütenwasser wird erst in das fertige Getränk gegeben.
Für eine 800-ml-Flasche wieder mit 3 gestrichenen Teelöffeln Pulver starten. Das Pulver zuerst mit etwa 150 ml kaltem Wasser anschütteln, dann auf 800 ml auffüllen und erneut schütteln. Nach 15–30 Minuten im Kühlschrank ist das Getränk gut durchgezogen. Vor dem Einschenken sollte die Flasche noch einmal geschüttelt werden.
Wenn diese Version von Hibiskuslimonade ohne Zucker zu sauer schmeckt, gibt es drei Möglichkeiten: Beim nächsten Mal etwas weniger Pulver nehmen, den Hibiskusanteil in der Trockenmischung leicht senken oder die Akazienfaser etwas erhöhen. Einfach immer mehr Süße zuzugeben, ist bei Hibiskus meistens keine gute Lösung, weil der Süßstoffgeschmack dann schnell auffällt.
Dosierung und Geschmack anpassen
Für den Anfang reichen 3 gestrichene Teelöffel Pulver auf 800 ml kaltes Wasser. Das ergibt eine eher leichte, alltagstaugliche Hibiskuslimonade ohne Zucker. Wer den Geschmack kräftiger mag, kann auf 4 gestrichene Teelöffel erhöhen. Mehr würde ich erst nehmen, wenn klar ist, dass die Mischung nicht zu sauer und nicht zu süßstofflastig wird.
Das Pulver lässt sich auch als konzentrierte Basis verwenden: einfach 3 Teelöffel auf nur 250 ml Wasser anrühren und anschließend mit Sprudelwasser aufgießen. So entsteht eine schnelle Low-Carb-Limonade mit etwas Spritz.
Akazienfaser ist in diesem Rezept hilfreicher als große Mengen Inulin. Sie gibt dem Getränk etwas Körper, ohne sich zu stark in den Vordergrund zu drängen. Inulin kann zwar ebenfalls abrunden, kann aber bei höherer Menge leicht mehlig oder etwas cremig wirken. Deshalb bleibt es hier nur ein kleiner Zusatz.
Orangenblütenwasser passt sehr gut zu Bissap, sollte aber sparsam dosiert werden. Schon wenige Tropfen können reichen. Zu viel davon macht das Getränk schnell parfümiert. Am besten erst ein Glas abschmecken und nicht gleich die ganze Flasche stark aromatisieren.
Aufbewahrung
Das trockene Pulver für die Hibiskuslimonade ohne Zucker sollte luftdicht, trocken und dunkel gelagert werden. Ein kleines Schraubglas ist dafür ideal. Wichtig ist, dass kein feuchter Löffel ins Glas kommt, weil die Mischung sonst klumpen kann.
Die fertig angerührte Hibiskuslimonade sollte im Kühlschrank stehen und am besten am selben Tag getrunken werden. Spätestens am nächsten Tag sollte sie aufgebraucht sein. Das Getränk enthält Pflanzenpulver und Ballaststoffe, deshalb ist es nicht für lange Lagerung gedacht.
Haltbarkeit
Das trockene Pulver für Hibiskuslimonade ohne Zucker hält sich mehrere Wochen, wenn es luftdicht, trocken und dunkel gelagert wird. Ein kleines Schraubglas ist dafür ideal. Hibiskus ist stark hygroskopisch, zieht also Feuchtigkeit aus der Luft und verklumpt dann schnell. Kein feuchter Löffel ins Glas, und das Glas nach jeder Entnahme sofort wieder gut verschließen. Falls das Pulver doch verklumpt, einfach kurz im Mixer auflockern.
Die fertig angerührte Hibiskuslimonade sollte im Kühlschrank stehen und am besten am selben Tag getrunken werden. Spätestens am nächsten Tag sollte sie aufgebraucht sein. Das Getränk enthält Pflanzenpulver und Ballaststoffe, deshalb ist es nicht für lange Lagerung gedacht.
Fazit
Hibiskuslimonade ohne Zucker funktioniert als Instantpulver – wenn man nicht versucht, die Hibiskussäure einfach mit Süßstoff totzuschlagen. Mit Natriumcitrat wird das Getränk runder und fruchtiger, ohne Natriumcitrat bleibt es säuerlicher und sollte etwas milder dosiert werden. Für den Alltag ist die Pulverversion jedenfalls praktisch: Glas öffnen, Pulver dosieren, Wasser dazu, schütteln, kalt stellen und trinken. Das Originalrezept für Bissap findest du auf bastelfrau.de.
Pulver für Teemischungen sind nicht das einzige, was Getränkepulver zu bieten haben. Auch unsere Instant-Kaffeemischungen sind lecker und schnell gemacht! Du findest sie unter Low-Carb Kaffee- und Kakaorezepte – cremig, kalt oder heiß und ohne Zucker.

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