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Viele Labels, die natürliche oder gesunde Lebensmittel suggerieren, sind in Wirklichkeit irreführend. Sie werden auch „Clean Labels“ genannt und verschleiern häufig, dass sich die Inhaltstoffe durch Tricks dennoch im Lebensmittel befinden, oder aber einfach andere Stoffe hinzugefügt worden sind, die mehr oder weniger die gleiche Wirkung haben. Dem Käufer wird jedoch vermittelt, ein besonders gesundes oder natürliches Produkt zu erwerben. Die häufigsten Tricks sind folgende:

„Ohne geschmacksverstärkende Zusatzstoffe“
Vor allem Glutamat ist in den letzten Jahren in die Kritik geraten. Wer auf Geschmacksverstärker verzichten möchte, kann sich auf dieses Label jedoch nicht verlassen. Glutamat wird nämlich häufig über andere Inhaltsstoffe sozusagen „eingeschleust“. Einer der beliebtesten Zusatzstoffe ist Hefeextrakt, der sich inzwischen in den meisten Fertigprodukten findet. Er enthält ebenfalls Glutamat, es muss so jedoch nicht explizit angegeben werden. Ähnliches gilt für Sojaprotein, Tomatenpulver und Würze. In einem Test der Verbraucherzentralen im Jahr 2010 waren in Produkten, die mit diesem Zusatz warben, zu 90 % dennoch Hefeextrakt enthalten.

„Ohne Konservierungsstoffe“
Einige Konservierungsstoffe stehen in Verdacht, Krebs erzeugen zu können. Deswegen ist es grundsätzlich sinnvoll, die Zutatenliste genauer unter die Lupe zu nehmen. Als unbedenklich gelten die E-Nummern 200 bis 203 sowie E236 bis E238. Steht auf einem Produkt der Vermerk "lt. Gesetz ohne Konservierungsstoffe", trifft dies zwar zu und ist auch gesetzlich erlaubt, für uninformierte Verbraucher jedoch dennoch irreführend: Das Gesetz verbietet in diesem Fall nämlich ohnehin die Verwendung von Konservierungsstoffen. Hätte der Produzent lediglich „ohne Konservierungsstoffe“ auf die Verpackung gedruckt, müsste er sich unter Umständen vor der Lebensmittelüberwachung verantworten, weil er mit einer Selbstverständlichkeit wirbt.

„Ohne künstliche Farbstoffe“
Lebensmittel, die dieses Label tragen, sind tatsächlich nicht mit künstlichen Farbstoffen gefärbt. Allerdings werden sie häufig mit natürlichen Farbstoffen, die aus Gemüse oder Obst gewonnen werden, gefärbt, was die Produkte als hochwertiger erscheinen lassen und somit ebenfalls irreführend sein kann. Ansonsten gilt bei „lt. Gesetzt ohne Farbstoffe“ dasselbe, wie bei den Konservierungsstoffen.

„Ohne künstliche Aromen“
Werden dennoch Aromen eingesetzt, sollten diese gründlicher überprüft werden. Ein Großteil der „natürlichen Aromen“ wird dennoch in Laboren produziert. Nur wenn Aromen in der Zutatenliste vollständig fehlen, können Verbraucher davon ausgehen, dass der Geschmack tatsächlich nur durch die verwendeten Zutaten zustande gekommen ist.

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