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Craft Beer ist eine eigene Bierkategorie, die sich vom üblichen vertriebenen Bier deutlich abgrenzt, und entwickelte sich in den 80ern in den USA zum Trend. Grund für diese Entwicklung war, dass sich die amerikanischen Konsumenten mehr Vielfalt wünschten. Nach der Prohibition war die Biervielfalt in den USA schnell sehr vielseitig, allerdings wurden viele Brauereien durch den Verdrängungswettbewerb bis in die 70er in den Ruin getrieben oder von größeren Unternehmen übernommen. Die auf dem Markt verbliebenen Sorten unterschieden sich geschmacklich kaum. Zahlreiche kleine Brauereien und Privatpersonen begannen daraufhin, ihr eigenes Bier zu brauen und mit verschiedenen Geschmacksrichtungen zu experimentieren. Größtenteils werden Hopfen- und Malzsorten variiert, allerdings sind auch andere Zutaten wie Gewürze, Kaffee oder Beeren inzwischen durchaus akzeptiert. Auch die Lagerung in unterschiedlichen Holzfässern soll dem Bier einen besonderen Geschmack geben. Obwohl sich der Biermarkt in den USA zurückentwickelt, wächst der Markt für Craft Beer.

Der Trend breitete sich auch nach Italien, Skandinavien und den Benelux-Staaten aus und erreicht nun langsam auch Deutschland.

Die sogenannten Mikro-Brauereien konnten sich trotz der mächtigen Konkurrenz halten, da sie sich geschmacklich deutlich unterscheiden und hauptsächlich regional angeboten werden. Dieses Konzept wurde auch in anderen Ländern übernommen. Das wohl beste Beispiel dafür ist Dänemark, wo sich die Anzahl der Brauereien von 2000 bis 2009 mehr als versechsfacht hat, sodass es nun über 120 unterschiedliche Anbieter gibt.

Auch in Deutschland gibt es inzwischen die ersten Mikrobrauereien, die Erfolge feiern können. Teilweise beschäftigen sie nicht mehr als zwei Personen und bieten ihr Bier nur in einem eigenen Lokal an. Da der Biermarkt auch in Deutschland rückläufig ist, darf man gespannt sein, ob sich Mikro-Brauereien hier ähnlich erfolgreich durchsetzen können wie in anderen Ländern. Da Deutschland nicht umsonst für seine Bierkultur bekannt ist, könnten sie es hier etwas schwerer haben.

Obwohl es hier durchaus unterschiedliche und regionale Biere gibt, sind die meisten Brauereien inzwischen von größeren Firmen aufgekauft worden, sodass einige unabhängige Brauereien dem Markt sicherlich gut tun würden.

 


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