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Eine strikte vegetarische Ernährung hat prinzipiell das Ziel, kein Tier zu essen. Wer denkt, dass dieses schon mit dem Meiden von Fleisch und Wurst erfüllt wird, irrt leider. In vielen Lebensmittel finden sich tierische Produkte und häufig würde man damit nicht einmal rechnen. Die häufigsten „Fallen“ sind die folgenden:


1.    Gelatine
Gelatine ist wohl eine der bekanntesten Fallen für Vegetarier. Es wird in Europa hauptsächlich aus Schweineschwarten und Knochen und Haut von Schweinen und Rindern gewonnen und ist demzufolge für eine vegetarische Ernährung nicht geeignet. Dabei ist es gar nicht so leicht, Gelatine zu vermeiden. Es findet sich vor allem in Süßwaren wie Gummibären und Weingummi, aber auch Lakritz, Schaumküssen und Marshmallows. Auch Pudding und Pfefferminzbonbons enthalten häufig Gelatine. Besondere Vorsicht ist leider auch bei Milchprodukten geboten: Joghurt, Quark, Aufstrich, Margarine und Kefir enthalten das Geliermittel ebenfalls häufig. Auch zur Klärung von Fruchtsäften oder Wein und Essig wird häufig Gelatine benutzt. Das gilt auch für viele Produkte von Coca-Cola (verschiedene Fanta-Sorten und Bitter Lemon). Besonders problematisch kann sein, dass auch Medikamente mit Hilfe von Gelatine hergestellt werden. Sie ist häufig Bestandteil der Kapseln und wird auch zur Verdickung von Säften benutzt. Dies gilt leider auch für Vitaminpräparate. Zusätzlich findet sich Gelatine fast immer in der Beschichtung von Fotopapier, sodass das vegetarische Entwickeln von Fotos mehr oder weniger unmöglich ist.


2.    Lab
Lab wird für die Herstellung von Käse benötigt. Es besteht aus Enzymen und sorgt dafür, dass das Milcheiweiß während der Produktion ausfällt. Jahrtausendelang wurde Lab hauptsächlich aus Kälbermägen gewonnen. Inzwischen ist es jedoch auch möglich, es mithilfe von Mikroorganismen herzustellen. Leider besteht keine Kennzeichnungspflicht, sodass der Käufer nur dann wissen kann, welches Lab verwendet worden ist, wenn er entweder bei der Firma oder dem Verkäufer direkt anfragt, oder es freiwillig auf der Verpackung gekennzeichnet ist. Allerdings bedeutet selbst die Kennzeichnung „Hergestellt mit mikrobiellem Lab“ nicht grundsätzlich, dass es für einen vegetarischen Verzehr geeignet ist, weil für die Nährböden für die Bakterien häufig Tierblut genutzt wird. Dies ist jedoch für den Verbraucher überhaupt nicht überprüfbar. Auch Molke kann als Nebenprodukt bei der Käseherstellung mit tierischem Lab gewonnen worden sein.


3.    Farbstoffe, Aromen, E-Nummern und ungekennzeichnete Inhaltsstoffe.
Ein Großteil der E-Nummern kann auch aus tierischen Quellen stammen. Definitiv nur durch Töten von Tieren gewonnen werden können: E 120: Echtes Karmin, Karminsäure, Cochenille, E 542: Knochenphosphat,  E 631: Natriuminosinat, und E 904: Schellack. Gerade Karmin wird relativ häufig benutzt, um Joghurts oder Getränke einzufärben. Chitin ist ebenfalls ein tierisches Produkt, das sich in vielen alkoholischen Getränken und Essig findet. Gerade Aromen können eigentlich immer aus tierischen Quellen stammen und müssen nicht extra so gekennzeichnet werden. So werden beispielsweise Chipsfrisch Ungarisch mit Wildaroma hergestellt und sind deswegen für eine strikte vegetarische Ernährung ungeeignet. Ohnehin ist die Kennzeichnung von Inhaltsstoffen für Vegetarier und Allergiker problematisch, da die tatsächlichen Inhaltsstoffe von zusammengesetzten Stoffen bei einem Gehalt unter 25 % nicht angegeben werden (Bsp.: „Fruchtzubereitung“, die häufig Gelatine enthält). So kann es beispielsweise auch passieren, dass für die Herstellung von Croissants und Laugengebäck wie Brezeln Schweineschmalz verwendet wird. Auch Berliner können in tierischem Fett ausgebacken sein. Beim Bäcker liegt allerdings eine Liste mit den verwendeten Zutaten aus. Schwieriger ist dies bei Fertigprodukten. Will man sicher sein, müssen derartige Produkte gemieden werden oder Herstellerauskünfte eingeholt werden. Auch enthaltener Zucker kann problematisch sein, weil er zumindest außerhalb Deutschlands häufig mit Hilfe von Tierkohle entfärbt wird.

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